Der Straßengüterverkehr wird im Jahr 2024 im Einklang mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung Spaniens ein Wachstum von nahezu 1,6 % verzeichnen. Im ersten Halbjahr wird mit einer Verlangsamung des Volumens gerechnet, und die International Road Transport Association (Astic) weist auf die Möglichkeit von Unternehmensbewegungen wie Fusionen und Übernahmen hin, insbesondere in der Region Murcia.
Laut Astic wird der europäische Verkehr bis 2027 ein kumuliertes Wachstum von 10,5 % verzeichnen, so ein aktueller Bericht des britischen Beratungsunternehmens Transport Intelligence, das für diesen Zeitraum eine durchschnittliche jährliche Rate von 2,3 % prognostiziert.
Obwohl das laufende Jahr bei den Nutzfahrzeugzulassungen mit einem Plus von 17 % im November im Vergleich zum Vorjahresmonat 2022 positiv verlief, wird erwartet, dass die Wachstumsrate im Jahr 2024 diese Werte nicht erreichen wird.
Es wird erwartet, dass die Inflation in den entwickelten Volkswirtschaften im Jahr 2024 wieder bei 3 % liegt und sich damit dem von der Europäischen Zentralbank festgelegten Ziel von 2 % annähert.
Astic weist auf den wachsenden Fahrermangel in Europa hin und prognostiziert für das Jahr 2024 11 % unbesetzte Stellen, etwa drei Millionen Stellen, was als Hindernis für das Transportangebot wirken und einen Aufwärtsdruck auf die Preise ausüben könnte, insbesondere vor dem Hintergrund hoher Kosten.
Der Verband weist außerdem darauf hin, dass der Sektor im Jahr 2024 aufgrund der Erhöhung der maximalen Sozialversicherungsbeitragsbemessungsgrundlagen um 8,6 % weiterhin mit hohen sozialen Kosten konfrontiert sein wird. Das bedeutet für jeden Fahrer einen um 1.000 Euro höheren Jahresbeitrag als in Deutschland.
Der geschäftsführende Vizepräsident von Astic, Ramón Valdivia, betont, dass die Gehälter der Fahrer neben dem Kraftstoff der größte Kostenfaktor für Transportunternehmen seien. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass auch die mit Lastkraftwagen und deren Komponenten verbundenen Kosten wie Reifen, Versicherung, Wartung und Finanzkosten gestiegen sind. Gleichzeitig kam es auch bei nationalen und internationalen Mautgebühren, etwa in Deutschland (83 % mehr) oder Österreich, zu Preiserhöhungen.

